Die Krise der internationalen Ordnung

Podiumsdiskussion des Walter Eucken Instituts, des Forums Ordnungspolitik und der Badischen Zeitung
Es diskutieren: Michael Georg Link (ehem. Staatssekretär im Auswärtigen Amt) und Prof. Dr. Carlo Masala (Universität der Bundeswehr München)
Der Schwerpunkt der Diskussion liegt auf folgenden Fragen: Wie verhindern wir nachhaltig, dass die regelbasierte Ordnung, die die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt hat, durch das Recht des Stärkeren abgelöst wird? Welche Bündnisoptionen hat Europa angesichts der konfliktgeladenen transatlantischen Beziehungen, um sich verteidigungspolitisch und marktwirtschaftlich resilient aufzustellen? Was sollten wir als zentrale Erkenntnisgewinne aus den Fehlern der deutschen und europäischen Außenpolitik mitnehmen, damit eine neue Ordnung stabil bleibt?
Michael Georg Link ist seit April 2022 Bundesschatzmeister der FDP. Er trat 1986 in die FDP ein und ist seit 2010 Mitglied des Bundesvorstands sowie seit 2023 stellvertretender Fraktionsvorsitzender für internationale Politik der FDP-Bundestagsfraktion. Ab dem 9. März 2022 bekleidete Michael Link das Amt des „Koordinators für die transatlantische zwischengesellschaftliche, kultur- und informationspolitische Zusammenarbeit“, von dem er im November 2024 zurücktrat.
Zuvor war er bereits als Staatsminister im Auswärtigen Amt (2012-13) zuständig für die deutsch-französische Zusammenarbeit und 2020 Chefbeobachter der OSZE bei den US General Elections. Er war unter anderem auch Direktor des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) in Warschau.
Zudem gehört er seit 2006 zunächst als Landesschatzmeister und inzwischen als kooptiertes Mitglied in seiner Funktion als Bundesschatzmeister dem Präsidium der FDP Baden-Württemberg an. (Text: fdp)
Prof. Dr. Carlo Masala studierte von 1988 bis 1992 Politikwissenschaften, Deutsch und Romanische Philologie. 1996 wurde er mit einer Arbeit über die deutsch-italienischen Beziehungen im
Zeitraum von 1963–1969 promoviert; im Dezember 2002 wurde ihm die venia legendi für das Fach Politische Wissenschaften verliehen.
Nach einer Professurvertretung im Sommersemester 2003 am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig Maximilians Universität München, wechselte er Anfang 2004 zum NATO Defense College nach Rom, wo er, zunächst als Research Advisor und ab 2006 als Deputy Director, in der dortigen Forschungsabteilung tätig war. Im März 2007 erhielt er den Ruf auf die Professur für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München und hat diese zum 1. Juli 2007 angenommen. 2016 lehnte er einen Ruf an die Katholische Universität Eichstädt-Ingolstadt ab. Prof. Masala ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Internationale Beziehungen (ZIB) und der Zeitschrift für Strategische Analysen (ZfSA). Außerdem ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, ständiger Sachverständiger in der Enquete Kommission des Deutschen Bundestags zum Afghanistaneinsatz sowie Mitglied des Kuratoriums „Wissenschaftsjahr 2024“ beim Bundesministerium für Forschung und Bildung.
Seit 2018 ist er Co-Host des Podcasts „Sicherheitshalber“. 2022 erschien sein Buch „Weltunordnung. Die globalen Krisen und die Illusion des Westens“ in der 4. Auflage (C.H. Beck). Seit Anfang März 2022 ist er regelmäßig im stern-Podcast „Ukraine – die Lage“ zu hören. Sein Buch „Bedingt abwehrbereit – Deutschlands Schwäche in der Zeitenwende“ wurde 2023 ebenfalls im Verlag C.H. Beck veröffentlicht. Zudem erschien Anfang 2024 sein neues Buch „Warum die Welt keinen Frieden findet“ im Brandstätter Verlag. Prof. Masala erhielt 2023 für sein wissenschaftliches Werk und seine Wissenschaftskommunikation die Lichtenberg-Medaille in Gold der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Weiterhin wurde Professor Masala im Oktober für sein wissenschaftliches Werk mit dem Rohde-Preis der Universität der Bundeswehr ausgezeichnet.
Moderation: N.N.
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